Bestes GefĂŒhl fĂŒr einen FuĂballtorwart: den Kasten sauber halten. Dieses GefĂŒhl gibt es auch im American Football â und es ist noch seltener als die weiĂe Weste fĂŒr einen Keeper. Die Defense der Seattle Seahawks hat es in der Saison 2025 in einem Spiel geschafft: 0 Punkte fĂŒr den Gegner. Ein sogenannter Shutout!
Beim sensationellen 26:0 gegen die Minnesota Vikings hielt die Seahawks-Defense die Endzone blitzsauber, zum 20. Mal ĂŒberhaupt in der Team-Geschichte. Hier kommen fĂŒnf weitere historische Momente, in denen Seattle den Bus vor der eigenen Endzone parkte.
1) Zehn Jahre her
Vor dem dominanten Sieg ĂŒber die Vikings war ein 26:0 gegen die Chicago Bears in der Saison 2015 der letzte Shutout der Seahawks. Zehnmal mussten die Bears punten, die Endzone erreichten sie nie. FĂŒr Seattle erzielten Kicker Stephen Hauschka mit vier Field Goals, Jimmy Graham mit einem Receiving Touchdown und Tyler Lockett mit einem Return Touchdown ĂŒber 105 Yards zum Start der zweiten Halbzeit die Punkte.

2) Super-Bowl-Vorbote?
Zwei Jahre zuvor, in der geschichtstrĂ€chtigen Saison 2013, bescherte die legendĂ€re Legion of Boom der Giants-Legende Eli Manning einen Alptraum der ĂŒbelsten Sorte. FĂŒnf (!) Interceptions in einem Spiel â zweimal Richard Sherman, zweimal Byron Maxwell, einmal Earl Thomas III. Absolutes Highlight: die spektakulĂ€re Kombination, bei der Sherman den Ball am Rand der Endzone aus der Luft zu Mitspieler Thomas tippte. Zucker!

So Àhnlich sollte es wenige Wochen spÀter im NFC Championship Game passieren: Sherman tippte den Ball vor der Nase des fangbereiten 49ers-Receivers Michael Crabtree zu seinem Mitspieler Malcolm Smith: Die Seahawks zogen durch diese Aktion gegen ihren Erzrivalen aus San Francisco in den Super Bowl ein, den sie zwei Wochen spÀter dominant mit 43:8 gegen die Denver Broncos gewannen.
3) Monster-Klatsche fĂŒr die Cardinals
Wer dieses Spiel im Dezember 2012 sah, der ahnte schon, wie krass die Defense der Seahawks sich in den kommenden Jahren entwickeln wĂŒrde. Blöd nur fĂŒr die Arizona Cardinals, die in diesem Fall ebenfalls in die Zuschauerrolle verdammt waren und ein Defense-Gewitter und Offensivfeuerwerk ĂŒber sich ergehen lassen mussten.
Ganz bitter war die Begegnung fĂŒr Cardinals-Spielmacher John Skelton, der vier PĂ€sse in die Arme von Seattles Playmakern warf. Zweimal hatte Linebacker Bobby Wagner seine Finger im Spiel, zweimal sprang Cornerback Richard Sherman dazwischen. Einen abgefangenen Pass trug er sogar zum Touchdown ĂŒber 19 Yards in die gegnerische Endzone. Hinzu kamen vier Fumbles, ein Tag zum Vergessen fĂŒr Arizona.

Nebenbei lieferte auch die Offense ordentlich ab. Marshawn Lynch erlief drei Touchdowns, Russell Wilson durfte sich am Ende schonen und die Seahawks stellten beim 58:0 einen neuen Franchise-Rekord fĂŒr Punkte auf.
4) Dreimal zweimal zu null in einer Saison
Wie selten Shutouts in der NFL sind â die Seahawks haben in 50 Saisons und ĂŒber 800 Partien insgesamt nur 20-mal zu null gespielt â zeigt folgende Statistik. In drei Spielzeiten gelangen Seattle sogar zwei Spiele, bei denen der Gegner punktlos blieb:
- 1984:
- 33:0 gegen die Cleveland Browns
- 24:0 gegen die San Diego Chargers
- 1986:
- 30:0 gegen die Pittsburgh Steelers
- 37:0 gegen die Los Angeles Raiders
- 2009:
- 28:0 gegen die St. Louis Rams
- 41:0 gegen die Jacksonville Jaguars
Ăbrigens: Shutout-Niederlagen haben die Seahawks seit ihrem DebĂŒt 1976 erst elfmal erlitten. Die höchste war ein 0:32 gegen die New York Giants im Oktober 1981.
5) Das erste Mal
Es war die Saison 1977, die zweite der Seahawks-Geschichte. Die Verteidigung erwischte trotz schwerer Anfangsjahre einen Sahnetag. Die Defense vollbrachte den ersten Shutout in der Team-Historie, indem sie drei PĂ€sse abfing und die Jets auf 25 (!) Passing Yards â und insgesamt nur 124 Yards â beschrĂ€nkte. Quarterback Jim Zorn warf zwei Touchdown-PĂ€sse beim 17:0-Sieg im Shea Stadium.

Mit den Playoffs wurde es damals trotzdem nix. Die Seahawks gewannen in diesem Jahr nur fĂŒnf von 14 Spielen und beendeten die Runde auf Platz vier (von fĂŒnf) in der AFC West.











